Die häufigsten Defekte an Ladebordwänden
Ladebordwände gehören zu den am stärksten beanspruchten Komponenten im Transportwesen. Täglich heben und senken sie schwere Lasten, sind Witterung ausgesetzt und müssen unter Zeitdruck funktionieren. Genau diese Belastung führt dazu, dass bestimmte Bauteile regelmäßig verschleißen oder ausfallen. Wer die typischen Schwachstellen kennt, kann Ausfälle besser einschätzen und rechtzeitig handeln.
Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die häufigsten Defekte an Ladebordwänden. Sie erfahren, welche Komponenten besonders anfällig sind, wie sich Verschleiß bemerkbar macht und mit welcher Lebensdauer Sie bei den einzelnen Bauteilen rechnen können. So behalten Sie die Technik im Blick und vermeiden kostspielige Stillstandzeiten.
Antriebsmotor – das Herzstück der Ladebordwand
Der Elektromotor bildet die zentrale Kraftquelle jeder Ladebordwand. Er treibt die Hydraulikpumpe an, die wiederum den Öldruck für das Heben und Senken der Plattform erzeugt. Ohne einen funktionstüchtigen Motor bewegt sich nichts – entsprechend schwerwiegend wirkt sich ein Defekt auf den Betriebsablauf aus.
Im Inneren des Motors arbeiten Kohlebürsten, die den elektrischen Strom auf den Rotor übertragen. Diese Bauteile unterliegen einem natürlichen Abrieb. Je häufiger die Ladebordwand zum Einsatz kommt, desto schneller nutzen sich die Kohlebürsten ab. Erste Anzeichen für Verschleiß zeigen sich oft durch eine nachlassende Hubkraft oder ein ungewöhnlich langsames Anheben der Plattform. Auch eine Veränderung des Arbeitsgeräusches oder auch wenn der Motor verbrannt riecht kann auf einen baldigen Ausfall hindeuten.
Die durchschnittliche Lebensdauer eines Elektromotors liegt zwischen drei und sieben Jahren. Dieser Zeitraum variiert stark, abhängig von der Einsatzhäufigkeit und den Umgebungsbedingungen. Eine regelmäßige Überprüfung der Motorleistung hilft dabei, einen drohenden Ausfall frühzeitig zu erkennen. Lassen Sie ungewöhnliche Geräusche oder Leistungseinbußen zeitnah von einer Fachwerkstatt abklären.
Elektromotoren passend für alle Ladebordwand-Hersteller:
Hydromotor (OE) für Dhollandia
576,25 €Motor 0,8KW 12V für Bär Cargolift
219,45 €Motor 1,2KW 24V für Bär Cargolift
221,07 €Motor 1,7KW 12V für Bär Cargolift
277,50 €Hydraulikzylinder und Dichtungen
Die Hydraulikzylinder übernehmen die eigentliche Hubbewegung der Ladebordwand. Sie wandeln den Öldruck in mechanische Kraft um und ermöglichen so das kontrollierte Anheben und Absenken der Plattform. Damit diese Funktion zuverlässig arbeitet, müssen alle Komponenten dicht und intakt sein.
Besonders anfällig sind die Dichtungen innerhalb der Zylinder. Im Laufe der Zeit verlieren sie ihre Elastizität, werden spröde und beginnen zu lecken. Ölverlust ist oft das erste sichtbare Zeichen für einen Dichtungsschaden. Zusätzlich können die Kolbenstangen durch äußere Einflüsse beschädigt werden. Steinschlag während der Fahrt oder unsachgemäße Handhabung hinterlassen Kratzer und Dellen. Selbst kleine Beschädigungen an der Oberfläche führen langfristig dazu, dass die Dichtungen schneller verschleißen.
Mit einer Lebensdauer von etwa drei bis sieben Jahren gehören Hydraulikzylinder zu den Bauteilen mit mittelfristigem Wartungsbedarf. Achten Sie auf Ölspuren am Fahrzeug und prüfen Sie die Kolbenstangen regelmäßig auf sichtbare Schäden. Ein frühzeitiger Dichtungs- oder Kolbenstangenwechsel ist deutlich günstiger als ein kompletter Zylinderaustausch. Vorbeugende Inspektionen zahlen sich hier besonders aus.
Hydraulikzylinder und Dichtungen in Originalhersteller-Qualität:
Dichtsatz 30/50mm für Dhollandia
34,90 €Dichtsatz 30/60mm für Dhollandia
39,90 €Dichtsatz 35/60mm für Dhollandia
34,90 €Dichtsatz 40/60mm für Dhollandia
35,90 €Bedienelemente – Fußschalter und Handsteuerung
Die Bedienelemente einer Ladebordwand stehen in direktem Kontakt mit dem Anwender. Fußschalter und Handsteuerungen werden bei jedem Ladevorgang betätigt – oft mehrfach täglich und unter rauen Bedingungen. Diese intensive Nutzung macht sie zu den am schnellsten verschleißenden Komponenten.
Fußschalter befinden sich direkt auf der Lauffläche der Plattform. Dort sind sie Schmutz, Feuchtigkeit und mechanischer Belastung ausgesetzt. Mit der Zeit nutzen sich die Gummidrücker oder die internen Kontakte (Mikroschalter) ab, was zu Aussetzern oder einem kompletten Funktionsverlust führt. Die Lebensdauer liegt typischerweise zwischen zwei und fünf Jahren. Handsteuerungen, häufig als Joystick ausgeführt, sind ebenfalls anfällig. Mechanische Beschädigungen durch Stöße oder das Eindringen von Wasser in das Gehäuse verursachen die meisten Defekte. Korrodierte Kontakte oder gebrochene Schalter machen einen Austausch erforderlich.
Prüfen Sie die Bedienelemente regelmäßig auf ihre Funktion und reagieren Sie auf erste Auffälligkeiten. Ein verzögertes Ansprechen oder ein schwergängiger Schalter deutet auf Verschleiß hin. Der Austausch dieser Bauteile ist vergleichsweise unkompliziert und verhindert, dass ein kleiner Defekt den gesamten Betrieb aufhält. Schützen Sie Handsteuerungen nach Möglichkeit vor direkter Witterung.
Fußschalter und Handsteuerungen für Ihre Ladebordwand:
Neigungssensorik für die Bodenangleichung
Moderne Ladebordwände verfügen über eine automatische Bodenangleichung. Diese Funktion sorgt dafür, dass sich die Plattformspitze nach dem Senkvorgang auf den Boden neigt. Verantwortlich dafür ist meist der Neigungsschalter oder ein Neigungssensor, ein oft unterschätztes Bauteil.
Der Neigungsschalter erkennt die Position der Plattform und gibt entsprechende Signale an die Steuerung weiter. Fällt dieser Sensor aus, arbeitet die Bodenangleichung nicht mehr korrekt. Die Plattform erreicht dann möglicherweise nicht die optimale Position oder bleibt in einem ungünstigen Winkel stehen. Das erschwert das Be- und Entladen erheblich und birgt Sicherheitsrisiken. Schwere Rollwagen oder Hubwagen können auf einer schrägen Plattform ins Rollen geraten, oder nicht mehr auf die Plattform mittels Hubwagen geschoben werden.
Die Lebensdauer eines Neigungsschalters beträgt durchschnittlich drei bis sieben Jahre. Achten Sie deshalb auf Abweichungen bei der Plattformausrichtung. Wenn die Bodenangleichung unzuverlässig arbeitet oder ganz ausbleibt, sollten Sie den Neigungsschalter überprüfen lassen. Eine funktionierende Sensorik trägt wesentlich zur sicheren Nutzung bei.
Neigungsschalter & Sensoren aus unserem Online Shop:
Fazit: Regelmäßige Wartung spart Kosten und Zeit
Ladebordwände sind robuste Arbeitsgeräte, doch ihre Komponenten unterliegen einem natürlichen Verschleiß. Motor, Hydraulik, Bedienelemente und Sensorik bilden ein zusammenhängendes System – fällt ein Teil aus, steht oft die gesamte Ladebordwand still. Wer die typischen Schwachstellen kennt, kann gezielt vorbeugen.
Eine regelmäßige Sichtprüfung und die Beachtung erster Warnsignale helfen dabei, größere Schäden zu vermeiden. Lassen Sie auffällige Veränderungen zeitnah von Fachpersonal begutachten. Der Austausch einzelner Verschleißteile ist in der Regel deutlich günstiger als eine Notfallreparatur oder gar ein Komplettausfall während des laufenden Betriebs.
Planen Sie Wartungsintervalle fest ein und dokumentieren Sie durchgeführte Arbeiten. So behalten Sie den Zustand Ihrer Ladebordwand im Blick und verlängern deren Nutzungsdauer. Eine gut gewartete Ladebordwand arbeitet zuverlässig, sicher und wirtschaftlich – Tag für Tag.
Ama
Anteo
Bär Cargolift
Behrens Eurolift
Dautel
Dhollandia
MBB Palfinger
Palfinger (PBS)
Sörensen
Zepro








